REPORTERINNEN

5 Frauen beschreiben was sie aktuell  beschäftigt und wie sie ihren Alltag gestalten. Sie schreiben über tägliche Freuden und Herausforderung, aber auch über Visionen und Pläne für 2020. Zum Ende jedes Artikels werden Gedankenanstöße für Frauen in ähnlichen Lebenslagen gegeben.

REPORTERIN ANNA

Hallo! Schön, dass du vorbeischaust! Wenn du das hier liest, ist bereits ein konkretes Ziel für 2020 real geworden. Wie du in der kurzen Vorstellung gelesen hast, arbeite ich als Altenpflegerin in einem Altenheim. Zum einen gibt es da immer wieder Herausforderungen auf der Arbeit, aber ich mache diesen Beruf sehr gerne. Es war immer wieder und kann oft eine Herausforderung sein im 3-Schichtsystem Freundschaften zu pflegen oder am Gemeindeleben aktiv teilzunehmen – wenn du frei hast, arbeiten andere und wenn andere frei haben, arbeitest du! Das hat natürlich auch Vorteile: Wenn du Dinge zu erledigen kannst, wozu andere im normalen Berufsalltag keine Zeit haben, z.B. Arzttermine! Außerdem ist es für mich normal, halt nicht jeden Sonntag zum Gottesdienst gehen zu können. Was für mich persönlich blöd ist: Ich bin ein wenig eingeschränkt neue Leute kennen zu lernen. Trotzdem bin ich oft überrascht, dass ich mich doch so häufig und vielseitig in der Gemeinde einbringen kann (siehe oben).
Da meine Gemeinde sehr familiär und klein ist und ich meine Aufgaben habe, werde ich selten als erstes in meiner Rolle als Single wahrgenommen. Ich finde es sehr wichtig mit Frauen aller Altersgruppen Kontakt zu haben und lege Wert darauf, mindestens 3 oder 4 Personen meinen Singlefrust ganz ehrlich sagen zu können und zu wissen, dass sie für mich beten.
2020 möchte ich weiterhin Menschen ermutigen, ganz besonders Frauen. Außerdem ist für 2020 das Thema „neue Wege gehen“ in meinem Hinterkopf. Ein paar Ideen gibt es schon: Adventskalender schreiben, Workshop geben, Events wie einen „Single Day“ und Day für jüngere Frauen planen. 

Zum Weiterdenken:

  • Setze deine Gaben in deiner Gemeinde bewusst ein!
  • Persönlichkeitsentwicklung:Kann ich mich in meiner Lebenssituation im Beruf noch weiterbilden? Habe ich meine Gaben alle entdeckt? Wie kann ich meine Gaben    
      weiterentwickeln?
    – Besuche Workshops, Konferenzen und Seminare etc. 
  • Gemeinschaft mit anderen:
    – Lerne ich neue Personen kennen? Kann ich mich mit anderen austauschen und beten, wenn mir mein Singledasein zu viel wird?

Hier kannst du noch mehr von Anna lesen.

REPORTERIN DAMARIS

Wer die Serie Scrubs schaut, kennt vielleicht diese Szene: JD fährt mit seinem Roller zur Arbeit und auf dem Weg begegnet ihm eine Riesenpfütze, die er durchqueren möchte, aber stattdessen samt Roller komplett darin versinkt. Ein paar Meter weiter taucht er aus einer anderen Riesen-Pfütze wieder auf und schaut sich erschrocken um: „Wo war ich gerade?“ 

Das beschreibt ganz gut mein aktuelles Lebensgefühl. Unsere Tochter Malou ist jetzt drei Monate alt und hat unser Leben komplett umgekrempelt. Mittlerweile hat sich Manches eingependelt und zu einem Bruchteil hat sich eröffnet, mit welcher kleinen Persönlichkeit wir es zu tun haben. 

Ich fühle mich momentan herausgefordert, mich selbst in dem getakteten Baby-Alltag nicht zu verlieren, meine persönlichen Bedürfnisse wahrzunehmen und Raum dafür zu schaffen. 
Aber auch Beziehungen müssen viel bewusster gestaltet werden. Mir war immer wichtig, Freundschaften zu Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen zu pflegen. Dem nachzukommen, ist aktuell oft eine Kunst und ich muss die Optionen neu kombinieren. Das Mama-Dasein ist zum Beispiel in Sachen Frühstücken manchmal ganz gut mit dem Studentenleben kompatibel 🙂

Ein großes Bedürfnis von mir ist: Ich will nicht nur funktionieren, ich will wachsen. Vor allem über mich selbst hinaus. Körperlich bin ich das definitiv in den vergangenen Monaten. Es ist faszinierend, was ein weiblicher Körper in einer solch kurzen Zeitspanne trotz Schlafmangel an Regenerationsarbeit leistet und wie er ganz instinktiv in Aufgaben hineinwächst. Aber auch mental will ich mich weiterhin herausfordern, z.B. durch Mitschreiben an diesem Blog. Beruflich habe ich mir vorgenommen, Wissenslücken zu schließen und Aktuelles mitzuverfolgen. Um den Blick nach außen nicht zu verlieren und meine Verantwortung im Leben anderer Menschen weiterhin wahrzunehmen – innerhalb des Möglichen versteht sich –,  versuche ich mich gerade als Initiatorin eines Mädchenevents, das vierteljährlich in unserer Gemeinde stattfinden soll. Ich merke immer wieder, dass es mir voll das Anliegen ist, dass Mädels Zusammenhalt in Jesus entwickeln und ihre Gaben entdecken.

Zum Weiterdenken:

Für den Fall, dass du gerade in der gleichen Situation (als Baby-Mama mit Partner) steckst – vielleicht bieten meine persönlichen Challenges auch für dich einen Mehrwert:

  • Lerne zu Sein. Das ist wahrscheinlich das Krasseste, was ein Baby einem beibringen kann. Sei dir bewusst, dass allein deine Existenz dir schon Würde und Wert verschafft.
  • Finde heraus, wie du über deinen Tellerrand schauen kannst. Das setzt dein Leben in einen größeren Kontext, hält dich im Austausch mit Menschen anderer Lebenssituationen und erweitert deinen Horizont.
  • Versuche in Kontakt mit deinen Bedürfnissen zu bleiben und arbeite daran, diese an deinen Partner zu kommunizieren. Das beugt falsche Erwartungshaltungen vor und schult dich darin, Verantwortung für deine Gefühle zu übernehmen. 

Hier kannst du noch mehr von Damaris lesen.

REPORTERIN DORINA

Meine Lebenssituation ist etwas ungewöhnlich, aber das ist auch gut so 😉 Ich habe im letzten Jahr mein Studium abgeschlossen und gönne mir nun ein Jahr lang eine kreative Pause, in der ich verschiedene Dinge ausprobiere. Ich habe zum Beispiel Ski fahren gelernt und dann als Skilehrerin gearbeitet, habe gelernt Webseiten zu erstellen und zu bearbeiten und als nächstes reise ich nach Gran Canaria, um dort zu surfen. Dieses Jahr möchte ich viel Neues ausprobieren und das Leben auf mich zukommen lassen. Ich genieße es, so viele Freiheiten zu haben, spontan sein zu können und viel Zeit mit Freunden und Weggefährten verbringen zu dürfen. Wer viel reist und unabhängig leben möchte, braucht dafür etwas Geld. Ich suche immer wieder nach Möglichkeiten, Geld zu verdienen, die zu meinem Lebensstil passen. Aber ich bin da sehr zuversichtlich und denke, dass das schon alles hinhauen wird.

Dieses Jahr ist es mein Ziel, meine Berufung zu erkennen. Ich möchte mir darüber klar werden, wie es für mich in der Zukunft weiter geht. Mir ist bewusst, dass ich in meiner Situation und in meinem Alter Entscheidungen treffe, die mein ganzes Leben prägen werden. Diese Entscheidungen möchte ich genau prüfen und mir Zeit dazu nehmen Träume zu entwickeln. In meiner momentanen Auszeit, möchte ich mich genau darauf fokussieren.

Außerdem möchte ich im Sommer bei der Sommerfreizeit mitarbeiten und danach am liebsten weiter reisen, aber mir auch Gedanken über einen festen Job machen. Eine Herausforderung ist es, meine Verantwortung im Leitungsteam der Sommerfreizeit, trotz des Reisens wahrzunehmen. Da aber die meisten Aufgaben im Moment noch online erledigbar sind, ist auch das gut machbar.

Zum Weiterdenken:

Folgendes genieße ich am Singleleben:

  • Als Single, so wie ich es bin, genieße ich es die Freiheit zu haben unabhängig zu sein und frei entscheiden zu können, wie lange ich wo und mit wem Zeit verbringe.
  • Im Moment finde ich es spannend, nicht zu wissen was kommt, sondern immer von einer Woche oder einen Monat in den nächsten zu leben, denn da bleibt viel Raum zum Träumen.

Hier kannst du noch mehr von Dorina lesen.

REPORTERIN LAURA

An das Mamaleben habe ich mich bereits gewöhnt, unsere Tochter ist ja schon fast zwei Jahre alt und mit ihr zuhause zu sein ist für mich gerade eine ganz neue Erfahrung, da ich ziemlich direkt wieder ins Studium eingestiegen bin- meine Tochter immer mit dabei.
Besonders genieße ich es mit Freunden oder der Familie hier und da mal zum frühstücken verabredet zu sein. Meine Schwiegerfamilie wohnt ganz in der Nähe, sodass wir auch dort viel Zeit verbringen. Noch fällt uns die Decke nicht auf den Kopf.

Mein Schwager fragte mich letztens: Was macht man eigentlich den ganzen Tag mit einem Kleinkind? Der Tag geht mal schnell, mal weniger schnell rum, am Ende kann ich mich nicht so richtig erinnern, was wir nun alles geschafft oder gemacht haben oder dass noch eine fertige Ladung Wäsche aufgehängt werden will. Was wir so machen den ganzen Tag? Spazieren, malen, mit Knete spielen, kochen, essen, schlafen, einkaufen, Haushalt, Buch lesen, spielen usw.
Es gibt aber auch herausfordernde Zeiten, schlaflose Nächte und so langsam fängt die Trotzphase an.
Woran ich mich außerdem immer noch nicht so richtig gewöhnen kann ist, dass sich das Aufräumen kaum lohnt, weil es mit einem Kleinkind einfach sehr schnell wieder unordentlich wird.

Was ich auf jeden Fall sehr interessant finde ist, wie sich das alles noch so entwickeln wird. Mir ist es total wichtig, die Trotzphase so gut es geht zu begleiten, aber das ist oft leichter gesagt als getan. Noch ist es sehr entspannt, aber vielleicht ist es auch die Ruhe vor dem Sturm.

Zum Weiterdenken:

Vielleicht haben einige von euch schon Erfahrung damit, andere beschäftigen vielleicht ähnliche Themen. Ich versuche einiges im Kalender festzuhalten, Dinge, die gut geklappt haben und Dinge, die weniger gut klappen, meine täglichen to do´s und die Highlights vom Tag. Für dieses Jahr wünsche ich mir, die gemeinsame Zeit mit meiner Familie bewusster wahrzunehmen und zu genießen, auch wenn es manchmal sehr hektisch zugeht. Außerdem möchte ich lernen in allem gelassener und vor allem zufriedener zu sein.

Hier kannst du noch mehr von Laura lesen.

REPORTERIN MELISSA

Ich bin verlobt! Und kann es selbst immer noch nicht ganz fassen.
Ich gebe es zu, zu heiraten ist etwas was ich mir schon lange gewünscht habe und ja, ich gehöre zu den Mädchen, die sich ihre Hochzeit schon sehr lange ausmalen. Und endlich darf ich all das tatsächlich erleben – und das (auch wenn es kitschig ist:) mit dem großartigsten Mann, den man sich nur vorstellen kann.
In dieser ganz besonderen Zeit dürfen sich mein Verlobter und ich noch besser kennenlernen und uns auf diesen neuen aufregenden Lebensabschnitt vorbereiten. Dieses Kennenlernen und sich aufeinander Einlassen birgt auch seine Herausforderungen. Aber wir haben uns vorgenommen, ehrlich zueinander zu sein – auch wenn das nicht immer leicht ist.

Andere große Herausforderungen sind die Veränderungen, die mir bevorstehen. Ich habe das Gefühl in diesem Jahr verändert sich ALLES!
Mein Beziehungsstatus – ich werde von einer Verlobten zur Ehefrau.
Meine Wohnsituation – nicht nur, dass ich als gebürtige Bielefelderin in eine andere Stadt ziehen werde; um es mit den Worten Monicas aus „Friends“ auszudrücken „I have to live with a boooy!!!“ (S 06, E 06).
Mein „Berufsalltag“ – ich werde meinen Studentenstatus aufgeben und meine Karriere als Logopädin beginnen.
Und einhergehend mit all diesen Veränderungen, das, was mir wohl am schwersten fällt – ich werde meine Gemeinde, mein Zuhause verlassen müssen und in die Gemeinde meines Verlobten wechseln. Wenn ich nur daran denke, steigen schon diese eigenwilligen Tränen in mir auf. Ich hätte nicht gedacht, dass mir das so schwerfallen würde und vermute das liegt an dem Zusammenspiel vieler Komponenten. Zum einen liebe ich meine Gemeinde und meine Geschwister dort. Ich bin dort groß geworden, durfte mich ausprobieren und meine Gaben und Stärken dort entdecken und einsetzen. Zum anderen befindet sich auch meine Gemeinde in einem Veränderungsprozess und ich habe an manchen Tagen das Gefühl, sie im Stich zu lassen, wenn ich gehe. Außerdem vermute ich, dass es mich traurig macht, all das nicht mehr mitzubekommen und dass ich Angst davor habe, nicht mehr viel Vertrautes anzutreffen und nicht mehr richtig dazuzugehören, wenn ich mal zu Besuch komme. Aber diese Veränderungen in meiner Gemeinde sind gut und lange überfällig! Ich freue mich über sie.

Und so möchte ich auch all den Veränderungen in meinem Leben begegnen. Ich möchte sie dankbar von Gott annehmen und mich darüber freuen. Will mich den neuen Herausforderungen stellen, die sich mir bieten und mit meinem Leben Gott die Ehre geben. Ich bin so gespannt, was Er für mich bereithält und was ich Neues über Ihn und mich selbst lernen darf.

Zum Weiterdenken:

Wenn du dich in der gleichen Situation befindest wie ich, möchte ich dich ermutigen:

  • dich ganz auf deinen Verlobten einzulassen
  • die Zeit zu genießen und dich auf das zu freuen, was vor euch liegt
  • ehrlich zu euch selbst und einander zu sein
  • die Veränderungen als große Abenteuer und neue Chancen zu sehen. Bewältige sie im Vertrauen auf Gott – er wird es wohlmachen! (siehe Psalm 37,5)

Hier kannst du noch mehr von Melissa lesen.

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