SPORT & ICH

5 Frauen schreiben aus verschiedenen Perspektiven und stellen sich die Frage, wie sie regelmäßiges Sporttraining in ihren Alltag integrieren können.

SPORT & LAURA

Mein Name ist Laura,

mein Sport besteht derzeit aus

Rückbildung und Kinder tragen

und ich schreibe aus der

Ehefrau-& Mutter -Perspektive.

Ich bin total der Kraftsporttyp und war früher öfters im Fitnessstudio, hab mir Gewichte geschnappt und trainiert. Das hat mir Spaß gemacht und die Motivation war auch echt hoch, vor allem, weil ich schnell die Erfolge sehen konnte. Außerdem ist das eine Sportart, bei der ich nicht keuchend, schwitzend und halb kollabierend da stehe. Immer wenn mich jemand fragt, ob ich joggen gehen möchte, dann ist meine Antwort: NEIN. NIEMALS. Joggen ist mein Feind. Ich habe da einfach Null Koordination für und zusätzlich würde ich noch abnehmen, was beim Sport machen nie mein Ziel ist. Ich stehe total auf außergewöhnliche und actionreiche Sportarten, so welche, die man gegebenenfalls einmal im Jahr oder so macht. Dazu gehören Kanu fahren, Wasserski, Surfen, Snowboarden. Das sind alles Dinge, die mir Spaß machen, aber die ich im Gegensatz zu meinem Mann nicht gut kann. Der ist einfach richtig gut in sowas und sowieso in Ausdauersportarten. Zur Zeit will er mich zum Biken motivieren und erzählt was von Singletrail fahren im Wald. Das haben wir jetzt schon ein paar Mal gemacht, aber puh, da muss ich immer wieder meine Angst überwinden. Wenn ich weiß, dass ich hart fallen könnte oder in einen Busch voller Brennessel (ist kürzlich tatsächlich vorgekommen), dann bin ich schon ne kleine Heulsuse. Mit unseren Töchtern wird Sam dahingehend bestimmt auch nicht viel Erfolg haben, aber da warten wir erstmal ab 😊 Ich bin echt froh, dass er kein Fußballtyp ist, dann schaue ich mir lieber Videos über Downhillbiker an, die über krasse Hindernisse springen, als 90 Minuten grünes Feld. 

Regelmäßig habe ich meist sowas wie Bauch-Beine-Po Training gemacht, Muskelaufbau und Schwimmen. Letzteres ist tatsächlich auch etwas, in dem ich ganz gut bin, zumindest besser als mein Mann und das macht mich schon ein bisschen stolz. Schon in der Schulzeit habe ich unheimlich gerne am Schwimmunterricht teilgenommen und die letzten Jahre, war Schwimmen auch etwas, was ich super gut in den Familienalltag integrieren konnte. Auch während den Schwangerschaften, war das total angenehm. Da gab`s dann die 2h Me-Time, in denen ich alleine oder mit ner Freundin Schwimmen gegangen bin. Dabei konnte ich super gut abschalten, meinen gesamten Körper ans Limit bringen, untertauchen und allen Ballast wortwörtlich ausspülen. Das tat so so gut! Tja dank C. ist das ja leider schon länger nicht möglich und seit der Geburt der Zwillinge bin ich sowieso erstmal damit beschäftigt meinen Körper wieder auf vordermann zu bringen. Also zählt zur Zeit jegliche Rückbildungsgymnastik zu meinem Sportprogramm. Ich versuche es regelmäßig 1-2x die Woche durchzuziehen. Natürlich schaffe ich das nicht immer und vor allem Abends fehlt mir oft die Motivation. Aber ich bleibe dran. Ich weiß ja wofür und ich ziehe das durch!

ZUM WEITERDENKEN:

Was hast du schon alles durchgemacht? Wobei kannst du am besten Abschalten, den Alltag vergessen und „abtauchen“? Was braucht dein Körper gerade besonders? Gib dir nen Ruck, motivier dich, zieh es durch, starte JETZT und belohn dich anschließend 😊

Hier kannst du noch mehr von Laura lesen.


SPORT & LILLI

Mein Name ist Lilli,

Bewegung tut mir gut

und ich schreibe aus der

Single-Perspektive.

Sport ist ja so eine Sache. Jeder nimmt es sich vor, aber nur wenige ziehen es lange durch. Ich liebe es, Sport zu machen. Ich mag es, mich körperlich zu betätigen und zu verausgaben. Außerdem kenne und spüre ich die Vorzüge für meinen Körper und auch meine Stimmung. Aber dennoch mache ich nicht so oft Sport, wie ich es gerne möchte. Das liegt meistens an meiner fehlenden Motivation. Ich finde es schwierig, mich selbst zu motivieren.

Letztes Jahr hatte ich ziemlich heftige Rückenschmerzen und konnte mich kaum bewegen. Ich war so außer Gefecht gesetzt, dass ich zwei Monate nicht arbeiten konnte. Da habe ich gemerkt, wie selbstverständlich ich meine Gesundheit und Mobilität immer gesehen habe. Als ich dann wieder etwas beweglicher wurde, fing ich auch an mir wieder bewusst Zeit für Sport und Bewegung zu nehmen. Leider konnte ich nicht mehr den intensiven Kraftsport machen, den ich vorher gerne gemacht habe. So habe ich mir etwas anderes gesucht um meine Muskeln und vor allem meine Mitte und somit meinen Rücken zu stärken. Da bin ich auf p.volve gestoßen. Bei dieser “Sportart” geht es um die bewusste Bewegung und Stärkung der Muskeln. Das fand ich ziemlich gut, denn das konnte ich trotz meiner Einschränkung schon machen. Diesmal war meine Motivation: “Gesund und stark werden”. Im Gegensatz zu früher, wo es mir zwar auch um Muskelaufbau ging, aber gekoppelt mit dem Wunsch abzunehmen. Ich mich habe zuerst für einen Probemonat angemeldet, um zu sehen, wie es mir wirklich gefällt und ob ich das oft mache. Nachdem ich dann Feuer gefangen hatte, blieb ich einfach weiter angemeldet und habe mir sogar etwas von der zugehörigen Sportausrüstung gekauft. Das hat mir dann echt Spaß gemacht.

Mir hilft es, wenn ich feste Tage für den Sport einplane. Dabei brauche ich nicht unbedingt ein Fitnessstudio. Genauso gerne mache ich es mit Sportvideos bequem zu Hause in meinem Wohnzimmer. Das ist oft Motivation genug.

Vor kurzer Zeit hatte ich ein ganz tolles Erlebnis. Das Wetter war richtig toll: Es war warm und die Sonne schien. Nichts desto trotz war ich irgendwie in schlechter Stimmung. Ich habe mich dann aufgerafft und bin Laufen gegangen. Das tat mir so gut. Ich war draußen und habe mich bewegt. Danach war die schlechte Stimmung wie weggeblasen. Das hat mir wieder mal gezeigt, dass es wichtig für meine mentale Gesundheit wie für mein körperliches Wohlbefinden ist. Ich muss nicht warten, bis meine Motivation da ist, es hilft auch, es einfach zu machen.

ZUM WEITERDENKEN:

Ich will dich ermutigen, Bewegung in deinen Alltag  einzubauen. Suche dir eine Sportart, die dir gefällt. Denn dann ist die Hürde kleiner, es auch wirklich zu tun.

Hier kannst du noch mehr von Lilli lesen.


SPORT & MELISSA

Mein Name ist Melissa,

ich finde Joggen furchtbar

und ich schreibe aus der

Ehefrau-Perspektive.

Ich mag keinen Sport. Aber man könnte sagen, ich habe mich mit ihm „arrangiert“. Ich weiß, dass er mir guttut und mein Körper ihn braucht und habe eine Sportart gefunden, mit der ich mich abfinden kann. Ich mache Pilates. Es begleitet mich nun schon seit einigen Jahren und kommt mir entgegen, weil ich dafür nicht in ein Fitnessstudio gehen muss. Das habe ich nur wenige Male ausprobiert, aber jedes Mal habe ich mich irgendwie beobachtet und einfach nicht wohl gefühlt. Außerdem habe ich Probleme, mich zum Sport zu motivieren. Wenn ich dafür auch noch das Haus verlassen müsste, wäre die Hürde einfach zu groß.
Pilates trainiert meinen gesamten Körper, ich kann es Zuhause für mich allein machen und brauche keine extra Geräte oder Ausrüstung. Nur meine Matte und ein wenig Motivation. Aber hier liegt ein Problem, was vermutlich viele kennen.

Woher soll man die Motivation nehmen, wenn man kein großer Fan von Sport ist? 

Ich habe nun schon einiges probiert und kann berichten, was für mich am besten funktioniert hat. Während meiner Schauspielschulzeit wohnte ich mit einer meiner besten Freundinnen zusammen und wir trafen uns jeden Morgen gleich nach dem Aufstehen zum Pilates auf dem Dachboden. Ich wusste, sie würde da oben warten, wenn ich ein paar Minuten länger liegen bleiben oder verschlafen würde. Und allein das hat mich angetrieben. Rückblickend war dieses Jahr das sportlichste meines Lebens. 

Meine Lieblings-Pilateslehrerin im Internet spricht auch immer wieder von einem ‚Accountability-Partner‘, also einer Freundin, mit der man gemeinsam eine Challenge absolviert und sich so gegenseitig erinnern, berichten und motivieren kann. Auch das hilft mir. 

Liebling und ich haben leider noch nicht diese motivierende Wirkung aufeinander. Vielleicht liegt das auch daran, dass er am liebsten im Fitnessstudio Sport macht. Und wie ich dazu stehe, erwähnte ich ja bereits…

Seit meinem Einstieg ins richtige Berufsleben ist Zeit noch kostbarer geworden als bisher. Dem Sport dennoch eine gewisse Priorität einzuräumen ist mir noch nicht gut gelungen. Aber mein schmerzender Rücken und der verspannte Nacken mahnen mich dazu. Im Moment sind sie mein Antrieb. 

So finden sich bei mir in jeder Lebenslage unterschiedliche Motive fürs Sport machen.

Aber eins bleibt eigentlich immer gleich. Und zwar das Gefühl, dass sich danach einstellt – die Erleichterung, dass es hinter einem liegt und der Stolz, es geschafft und seinem Körper etwas Gutes getan zu haben. Da könnte ich fast anfangen, Sport zu mögen. Aber eben nur fast…

ZUM WEITERDENKEN:

Tipps für Sportmuffel

  1. Suche dir die richtige Sportart (die, die am meisten Spaß macht oder, wie in meinem Fall, das kleinste Übel darstellt 😉).
  2. Finde die richtige Motivation für dich, die dich antreibt und zu deiner Lebenssituation passt.
  3. ‚Grace over guilt‘ – wie meine oben erwähnte Lieblings-Pilateslehrerin immer sagt. Rede dir keine Schuldgefühle ein, wenn‘s nicht so klappt, wie du es dir eigentlich vorgenommen hast. Sei gnädig mit dir selbst – Hauptsache, du gehst es an!

Hier kannst du noch mehr von Melissa lesen.


SPORT & ANNA

Mein Name ist Anna,

ich mag Bewegung,

mir helfen regelmässige Einheiten,

ich gehe gerne raus in die Natur

und ich schreibe aus der

Single-Perspektive.

Sport ist nicht gleich Sport und es gibt so viele Sportarten, aber auch Möglichkeiten Sport zu machen. Wenn ich an Sport denke, gehört für mich immer Fitness und Bewegung dazu. Ohne die beiden Punkte ergibt es kein Ganzes! Du kannst zum Beispiel Einzelsport und Sport in Gruppen machen, die ja in der letzten Zeit mit Corona nur bedingt oder nur sehr eingeschränkt möglich waren.

Welcher Typ bist du? Welche Sportart magst du? Was ist dir wichtig, wenn du Sport treibst? Welche Ziele verfolgst du damit? Wie häufig machst du das?

Ich mache in der letzten Zeit Pilates, Rehasport, besuche online Kurse und gehe walken! Rehasport habe ich ursprünglich mal wegen einer Verletzung angefangen und es ist nun eine dauerhafte Investition in meine Gesundheit. Meine Divise seit Jahren: Neben Spass, Ausdauer, Kraft, Stressabbau, Muskelaufbau und Abnahme von Gewicht ist Sport allgemein wichtig, um dauerhaft gesund zu bleiben und Vorerkrankungen positiv zu beeinflussen. Mein Tipp an dich: Setze dir kleine Ziele! Ein wichtiger Schritt ist, den inneren Schweinehund zu überlisten! Nimm dir nicht so viel vor! Regelmässiges Bewegen hilft! Fang an mit einem Spaziergang oder Walken! Eine halbe Stunde oder mehr, raus ins Grüne, das bekommt man im Tagesablauf immer unter, trotz vielen Terminen. Raus ins Grüne hilft beim Stressabbau und du kannst in der Natur auftanken! Gut, und was mache ich bei Regenwetter, fragst du dich jetzt vielleicht! Du kannst auch Workouts zu Hause machen. Meines Wissens nach, haben letztes Jahr viele Krankenkassen einige Videos mit Workouts und Sportübungen online gestellt. Wenn du magst, schaue doch mal auf der Internetseite deiner Krankenkasse. Achso ein 15 Minuten Workout kann schon gute Wirkung zeigen! Wenn du Pilates magst und du es nicht schlimm findest es in Englisch zu machen, mach doch ein Workout von Robin Long. (siehe Melissas Beitrag) Ihre Workouts sind vor allem an Frauen jeden Alters gerichtet. Ich bin ganz froh, dass mein Gruppensport nun wieder anfängt, denn es hilft mir einen festen Sporttermin zu haben um meinen inneren Schweinehund dauerhaft keinen Raum zu geben. Zusätzlich nutze ich es präventiv für meinen Job um Muskeln aufzubauen und besonders den Rücken fit zu halten und zu trainieren! Ein weiterer dauerhafter Nebeneffekt ist, dass ich in den letzten Jahren deutlich weniger Verspannungen im HWS-Bereich und weniger Kopfschmerzen hatte.

Wenn du noch Ideen oder Motivation brauchst, nutze Tests oder Vorlieben, um das richtige für dich zu finden! Such dir einen Trainingspartner, der dich motivieren darf oder mit dem du zusammen trainierst.

ZUM WEITERDENKEN:

Was ist dir wichtig, wenn du Sport treibst? Hast du Ziele? Wie bleibt deine Motivation dauerhaft? Wie kannst du in deinen Alltag regelmässige Bewegung einbauen?

Hier kannst du noch mehr von Anna lesen.


SPORT & DORINA

Mein Name ist Dorina,

ich habe Hula Hoop

für mich wiederentdeckt

und ich schreibe aus der

Beziehungs-Perspektive.

Regelmäßig Sport gemacht habe ich eigentlich nur in der Schulzeit. 

Da war der Schulsport und  abends und am Wochenende regelmäßige Vereinssporttermine. Durch mein Auslandsjahr habe ich den Vereinssport aufgegeben und seitdem probiere ich mich hier und da mal aus.
Letzten Sommer war ich morgens fast jeden Tag joggen. Meistens nur 10-15 Minuten. Das hat gereicht um wach zu werden. Die morgendliche Sportsession habe ich mit einigen Kraftübungen abgeschlossen. Eigentlich bin ich nicht so gut darin, sowas lange durchzuhalten und regelmäßig zu machen. Da war mein Freund mir eine grosse Hilfe. Wir haben uns gegenseitig motiviert, zusammen Sport gemacht oder es einfach gleichzeitig, jeder bei sich Zuhause gemacht. Das war schön für den Sommer, aber dann kam der Winter. Da war es für mich dann vorbei mit dem morgendlichen Joggen. 

Bei einer Online Frauenkonferenz (zu der Anna mich zu sich ins Wohnzimmer eingeladen hatte), hat Frauke Teichen davon erzählt, dass sie nun Hula Hoop macht und tolle Erfolge erzielt. Das hat mich gepackt. Und zack, war dieser Hula Hoop Reifen* bestellt und ich konnte direkt loslegen. Zu dem Zeitpunkt wusste ich nicht, dass das schon so ein Trend ist. Da ich Hula Hoop schon als Kind gelernt habe, hatte ich glücklicherweise keine Startschwierigkeiten. So kann ich bei jedem Wetter Sport machen.
Was ganz praktisch ist: ich kann dabei Filme gucken. So habe ich nicht das Gefühl, meine Zeit mit Videos zu verschwenden. Wenn ich mir bei  YouTube Tiny House Videos oder  Ähnliches anschaue, schnappe ich mir dabei den Hula Hoop Reifen und  kann so die Zeit super nutzen.

Übrigens habe ich festgestellt, dass es für meine Füße am angenehmsten ist, wenn ich mich dabei auf eine Sportmatte stelle. Ich nutze diese Matte aus Kautschuk und Kork*.

ZUM WEITERDENKEN:

Was hilft dir, regelmäßig Sport zu machen?
Sportpartner, Termin im Kalender, die Abwechslung?

Wenn du zurück denkst, welche Sportart hat dir bisher viel Spass gemacht?
Wie wäre es, damit wieder anzufangen?

Hier kannst du noch mehr von Dorina lesen.


* Die mit Sternchen (*) gekennzeichneten Links sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn du auf so einen Affiliate-Link klickst und über diesen Link einkaufst, bekommen wir von dem betreffenden Online-Shop oder Anbieter eine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht.

Ein Kommentar zu “SPORT & ICH

  1. Ich mag Sport, wenn da ein Ball ist, dem ich hinterher rennen kann – aber Joggen ist für mich die größte Qual der Welt 😉
    Eure Idee, Themen aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten finde ich super! Toller Blog!
    Liebe Grüße
    Nanni

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s