REISEN & ICH

5 Frauen schreiben aus verschiedenen Perspektiven und nehmen dich mit auf ihre Urlaubsreisen. Dieser Beitrag will inspirieren und zum Weiterdenken anregen. Komm doch mit auf diese Reise.

REISEN & ANNA

Mein Name ist Anna,

ich mag die Nordsee, weite Strände

und das Laufen im Sand

und ich schreibe aus der

Single-Perspektive.

Ich stelle mir vor, ich steh am Meer und schaue auf die Weite des Meeres. Meine Füsse stehen im Sand. Wenn ich meinen Blick nach rechts wende, sehe ich einen Leuchtturm und blicke ich nach links, siehe ich die Dünen, den langen weiten Sandstrand auf dem ein paar Betonpferde stehen. Ich atme die frische Meeresluft und geniesse den Moment. Ich stehe an einem meiner Lieblingsorte! Kennst du das?


Bist du der Ost- oder Nordseetyp? Magst du das Meer in Deutschland oder Dänemark lieber?
Ich mag mehr die Nordsee und Dänemark. In der kurzen Gedankenreise habe ich einen Ort in Dänemark beschrieben – mein Lieblingsort: Blavand (Dänisch für blaues Wasser). Blavand ist einer der beliebtesten Ferienorte in Dänemark und ist der westlichste Punkt dort.

Ich mache daraus kein Geheimnis: Meine Familie mag DK und war regelmäßig da. So war ich oft in den Monaten März bis Mai oder im September/ Oktober dort. Mit den Jahren habe ich dieses Land schätzen und lieben gelernt.
Letztes Jahr war ich im Sommer in Deutschland unter anderem in Norddeich am Meer.
Das war mir dort eindeutig zu voll! Ich glaube ich kann nicht abstreiten, dass man einen meiner Lieblingsorte kaum übertrumpfen kann. Gut, es war Sommer und durch Corona nicht viel alternativ möglich! Mir waren einfach es zu viele Menschen am Strand! Ich mag es eher, wenn nicht so viele Leute dort sind.

Nach dieser Erfahrung weiss ich definitiv, wenn ich beides vergleiche, was ich an Urlaub mag und nicht mag. Das mag ich: weite Strände, Dünen, wenig Menschen, den Strand gefühlt für mich alleine haben, langes Laufen auf dem Sand. Dänemark ist familienfreundlich und an den öffentlichen Parkplätzen auch öffentliche Toiletten hat. Außerdem mag ich Sonnenauf– und Untergänge. Erst durch das letzte Jahr kann ich sagen, was ich nicht so gerne mag: zu viele Menschen, Betonstrände und Kurtaxe.

ZUM WEITERDENKEN:
Hast du einen Lieblingsort? Magst du das Meer? Magst du die Strände in Deutschland? Kennst du Dänemarks Strände?

Hier kannst du noch mehr von Anna lesen.


REISEN & MELISSA

Mein Name ist Melissa,

ich sehe mir an neuen Orten

gerne alte Bibliotheken an

und ich schreibe aus der

Ehefrau-Perspektive.

Als Kind mochte ich wandern nicht, aber durch die langjährige Mitarbeit beim Zeltlager habe ich es zu schätzen gelernt. Dort machten wir jedes Jahr, meist zu Beginn des Lagers, eine 2-Tagestour mit den Kindern, mit einer Übernachtung unter freiem Himmel oder unter selbst gebauten Biwaks. Dabei hatte man nichts anderes zu tun, als einen Fuß vor den anderen zu setzen und sich zu unterhalten. Eine super Möglichkeit die Kinder und Teenager kennenzulernen und als Gruppe zusammenzuwachsen.

Und eines Tages fand ich mich plötzlich in Irland auf einem Wanderurlaub wieder. Ganz so plötzlich war es dann vielleicht doch nicht – so einen speziellen Urlaub muss man schon genau planen. Aber als Kind hätte ich mir nicht träumen lassen, diese Art des Reisens schön und entspannend zu finden.

Wir (2 Freundinnen und ich) liefen einen Teil des ‚Wicklow Way’s‘, eine der vielen wunderschönen Routen, die man in Irland erwandern kann. Wir waren nur wenige Tage unterwegs, hatten uns in verschiedenen‘ B & B’s‘ mit liebenswürdigen Gastgebern eingebucht und zwei von uns nutzten den ‚Luggage Transfer‘, so dass wir nur mit Tagesgepäck laufen mussten. Wir sahen das Meer, die Küste (wenn auch nicht die Steilklippen der Südwestküste), kleine charmante Dörfer, Schafe, Berge, einen wunderschönen Bergsee, einen Wasserfall, Felder und Wälder und tranken täglich ein Guinness. Von allem war etwas dabei und es war wirklich wundervoll.

Das Schöne am Wandern ist, dass man die ganze Zeit in Bewegung ist und so viel sieht. Man ist frei. Man kann selbst entscheiden, wo es einem am besten gefällt und man ein klein bisschen verweilen möchte.

Entscheidend ist natürlich auch die Begleitung. Urlaub kann man nicht mit X-beliebigen Menschen machen, um ehrlich zu sein, auch nicht unbedingt mit jedem seiner Freunde. Die Chemie und die Interessen müssen halbwegs übereinstimmen, damit man es mehrere Tage miteinander aushält und jeder einen schönen Urlaub verbringen kann. In dieser Hinsicht hatte ich eine hervorragende Begleitung.

Eigentlich startet man den ‚Wicklow Way‘ vor den Toren Dublins – wir haben es umgekehrt gemacht. Leider konnte ich wenige Wegstunden vor dem Ziel meine schmerzenden und geschwollenen Knöchel nicht mehr ignorieren. Wahrscheinlich war das ungewohnte tagelange Tragen von knöchelhohen Wanderschuhen verantwortlich dafür. Meine Freundinnen beendeten die Wanderung solidarisch mit mir. Auf dieses Ende stießen wir mit ‚Irish Coffee‘ im ältesten Pub Irlands an und nahmen für die restliche Strecke den Bus. Anschließend hatten wir noch einen wunderschönen Städte-Tag in Dublin – ebenfalls sehenswert (für Bücherliebhaber vor allem die Bibliothek des ‚Trinity College‘).

Beim nächsten Wanderurlaub würde ich den Städte-Trip an den Anfang setzen. Eine Stadt voller Menschen und Sehenswürdigkeiten kann doch etwas beengend wirken, nachdem man die Weite der Natur genossen hat. Umgekehrt wäre der Effekt wahrscheinlich schöner gewesen.

ZUM WEITERDENKEN:

Wie wäre es mal mit einem etwas anderen Urlaub? Vorher war es bei mir meistens der klassische Strandurlaub. Aber Wandern zu gehen war eine tolle neue Erfahrung, die ich sehr genossen habe und auf jeden Fall wiederholen möchte.

Hier kannst du noch mehr von Melissa lesen.


REISEN & LAURA

Mein Name ist Laura,

ich schreibe über „Urlaub als Familie“

und ich schreibe aus der

Ehefrau-& Mutter -Perspektive.

Ich liebe den Sommer und dieses Jahr haben wir uns ganz besonders auf unseren Urlaub gefreut. Letztes Jahr war es mir einfach nicht möglich gewesen mit meiner hochschwangeren Zwillingskugel zu verreisen. Das Risiko einer Frühgeburt wäre zu hoch gewesen und abgesehen davon, konnte ich mich kaum mehr bewegen. Die Vorfreude auf den bevorstehenden Toskana Urlaub mit meiner Schwiegerfamilie war also riesig. Allerdings auch gleichzeitig mit vielen Sorgen verbunden. Wie werden die Babys die 15-stündige Fahrt überstehen? Was müssen wir alles noch vorbereiten und einkaufen? Schaffen wir es trotz der allgemein chronischen Müdigkeit die ganze Nacht durch zu fahren? Wie sind die Corona Regeln? Was ist, wenn wir danach in Quarantäne müssen?

Viele Fragen und das ganze hin und her überlegen waren im Nachhinein total überflüssig. „So seid nun nicht besorgt um den morgigen Tag. Denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen“ (Matthäus 6, 34). Das habe ich für mich persönlich mitgenommen. 

Wir hatten eine total gesegnete Fahrt. Nicht eins der vielen bunten und lauten Spielzeuge habe ich auf der Fahrt hervorholen müssen. Die Mädchen haben wunderbar in den Babyschalen geschlafen und wir sind super durchgekommen. Unsere Große ist bei meinen Schwiegereltern im Auto mitgefahren, was auch gut geklappt hat.

Vor Ort haben wir die ersten Tage voller Elan mit vielen Unternehmungen verbracht. Ziemlich schnell mussten wir feststellen, dass es so nicht weitergeht. Zwei Städtetrips plus Strand und essen gehen ist an einem Tag definitiv zu viel. Unsere Kids haben uns das spüren lassen. Also stellten wir uns um und blieben weiter flexibel. Das muss man mit Kindern echt lernen. Nichts läuft unbedingt so, wie man es geplant hat und manchmal findet man schöne und spontane Lösungen. Entweder Strand oder Stadt und anschließend einfach am Pool bleiben war die beste Lösung für uns als Familie. Die anderen haben sich meist nach uns gerichtet oder sind auf eigene Faust losgezogen. Und wenn die Kinder auch nicht immer im Rhythmus waren, war es auch nicht so schlimm. Im Urlaub ist eben vieles anders. 

Wir hatten eine sehr schöne und abwechslungsreiche Zeit. Mit der ganzen Familie Urlaub machen ist schön, wenn man sich gut versteht, offen und ehrlich kommunizieren kann und aufeinander Rücksicht nimmt. Die Kinder sind mal bei dem einen, mal bei dem anderen auf dem Arm, werden gefüttert oder bespaßt, sodass auch wir als Eltern zur Ruhe kommen konnten. 

Zuhause angekommen waren alle wieder glücklich in ihren eigenen Betten schlafen zu können und das Spielzeug war nach 10-tägiger Pause wieder total interessant. Die Urlaubswärme tragen wir in unseren Herzen und ab und zu schwelgen wir gemeinsam in Erinnerungen bis wieder ein neues Gesprächsthema auf den Tisch kommt.

ZUM WEITERDENKEN:

Wie erlebst du den Urlaub mit der Familie? Sollte man einen Babysitter mitnehmen , um sich selbst entspannen zu können? Was sollte man mit Kindern unbedingt mit im Gebäck haben und was ist überflüssig? Eine grosse Strandmuschel würde ich nicht missen wollen. Kleiddung für die Kleinen habe ich viel zu viel eingepackt, die hatten fast nur Pampers an und zwischendurch dann mal was schickes .

Hier kannst du noch mehr von Laura lesen.


REISEN & DORINA

Mein Name ist Dorina,

ich campe gerne

und ich schreibe aus der

Beziehungs-Perspektive.

Spontanes Campen in der Nachbarschaft

Meine Freundin und ich haben eine Tradition. Und die Tradition ist, dass wir jedes Jahr in einen Kurzurlaub in der näheren Umgebung fahren. 

Dieses Jahr haben wir uns ein Wochenende freigehalten, uns am Samstag morgen zum Frühstück verabredet und spontan entschieden wohin wir fahren. Die Entscheidung war dann relativ schnell klar. Vor einiger Zeit war ich mit Freunden an einem See und habe gesehen, dass auf der anderen Seite vom See ein kleiner Strand war, der zu einem Campingplatz gehörte. Genau zu dem Campingplatz in der Nachbarstadt sind wir dann gefahren.. Dort haben wir unser Zelt aufgestellt und den Abend am Strand am See verbracht. Am nächsten Tag sind wir auch schon wieder zurück gefahren, aber es war ein unvergesslich schöne und entspannte Zeit. 

Ich liebe es zu reisen und oft muss man dafür doch gar nicht so weit fahren. Es gibt wunderschöne Orte vor der Tür, mit vielen Ferienwohnungen, Hotels oder Campingplätzen. Es lohnt sich so sehr, diese Art von Reisen (vor allem für Kurzurlaube)  zu nutzen und das Wunderschöne vor der Haustür zu entdecken. Ein weiterer Vorteil ist, dass man keine lange Fahrzeit einplanen muss. 

Wohin ging dein letzter Tagesausflug? – Lohnt es sich nicht vielleicht dort auch mal ein Urlaubswochenende zu verbringen?

Stell dir vor, du wärst gerade aus dem Ausland in deine Stadt gezogen, was solltest du hier in der Umgebung unbedingt sehen und erleben? – Vielleicht ist ja genau das dein nächstes Reiseziel?!

Hier kannst du noch mehr von Dorina lesen.


REISEN & LILLI

Mein Name ist Lilli,

ich liebe es neue Länder und Kulturen

kennen zu lernen

und ich schreibe aus der

Single-Perspektive.

Ich liebe es zu reisen und neue Länder und Kulturen kennen zu lernen. Dabei geht es mir um das Neue, das Unbekannte. Das ist für mich ein großes Abenteuer. Und Abenteuer braucht mein Herz, wie ich Luft zum Atmen brauche. Da es mir so wichtig ist, fahre ich unter Umständen auch alleine weg, einfach, weil ich es für die Seele brauche.

Aber es ist natürlich auch für mich viel interessanter, die Reise mit jemandem zusammen zu erleben. Von einer solchen Reise möchte ich euch etwas erzählen. Vor ein paar Jahren bin ich mit einer Freundin nach Schottland gereist. Wir haben im Vorfeld nur grob besprochen, was uns wichtig war. Sie wollte sehr gerne die “Isle of Skye” sehen und hatte sich schon einige Dinge auf ihre “To-Do-Liste” geschrieben. Ich war offen für alles und freute mich einfach, nach Schottland zu reisen. Das Einzige, was ich sehen wollte, war eine Whiskey Destillerie. Außerdem wollten wir das Ganze mit einem Camper bereisen. Denn man kann in Schottland wild campen, das heißt, dass man sich überall hinstellen kann.

Also haben wir von Deutschland aus einen VW Caddy gemietet, der mit einer Schlafmöglichkeit und anderen nützlichen Dingen zum Campen ausgerüstet war.

Das war ein tolles Gefühl, die Schlafmöglichkeit immer dabei zu haben. Wir haben auch immer wieder (nicht so oft wie wir eigentlich vorhatten)auf dem kleinen Gasgrill gekocht. Wir hatten ein Gefühl der Freiheit und Unabhängigkeit. So konnten wir auch spontan entscheiden, weiter zu fahren, wenn das Wetter nicht so mitspielte.

Aber es gab auch Herausforderungen für mich – und für meine Freundin sicherlich auch. Es war nicht immer einfach auf so engem Raum mit einer anderen Person zusammen zu sein. Man hat sich die ganze Zeit gesehen und musste gut kommunizieren, damit das Miteinander funktioniert. An einem Tag fiel mir dies besonders schwer. Wir waren gerade auf der “Isle of Skye” angekommen, da wollte meine Freundin keine Zeit verlieren und alle Dinge auf ihrer Liste anschauen. Weil es ihr so wichtig war, wollte sie meine eine Sache von der Liste streichen. Das fand ich natürlich überhaupt nicht gut. Mir fiel es aber schwer ihr das zu sagen. Glücklicherweise war meine Freundin so feinfühlig, dass sie das gemerkt hat und mich daraufhin fragte, was ich denn machen möchte. So konnte ich dann meinen Wunsch äußern.

Am nächsten Tag konnte ich mit ihr nochmal ausführlicher darüber sprechen und es somit klären. Das ist etwas, was ich durch diese Freundin und in diesem Urlaub gelernt habe. Das hat mir in späteren Urlauben mit anderen Freundinnen sehr geholfen. Somit sind wir beide mit einem guten Gefühl aus dem Urlaub gekommen.

ZUM WEITERDENKEN:

Welche Erwartungen habe ich an eine Reise? Wie kommuniziere ich sie mit meinen Mitreisenden?

Hier kannst du noch mehr von Lilli lesen.


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