VORSÄTZE & ICH

5 Frauen schreiben aus verschiedenen Perspektiven, wie sie sich Vorsätze für dieses Jahr setzen und was ihnen bei der Umsetzung hilft.

VORSÄTZE & MELISSA

Mein Name ist Melissa,

ich bin nicht gut im Umsetzen von Vorsätzen,

gebe ihnen in diesem Jahr aber nochmal eine Chance.

Und ich schreibe aus der

Ehefrau-Perspektive.

Neuanfänge haben meist etwas Aufregendes, fast Magisches an sich. So ist es auch mit einem neuen Jahr. Vielleicht ist das der Grund dafür, dass es so viele nutzen, um sich neue Ziele zu setzen.

Früher habe ich mir am Anfang eines neuen Jahres viel vorgenommen und war nach einigen Monaten enttäuscht von mir selbst, wenn die Umsetzung nicht funktioniert hat. Ich wollte zu viel zu schnell auf einmal. Irgendwann bin ich dazu übergegangen, mir gar keine Vorsätze mehr zu machen.

Aber dieses Jahr gebe ich den Vorsätzen – oder vielmehr mir selbst, noch eine Chance. Ich habe von der Idee gehört, sich ein Ziel für die nächsten drei Monate zu setzen. Das ist überschaubar und hört sich machbar an. Zudem bin ich an den Leitfaden einer christlichen Pilates-Lehrerin gekommen („intentional rhythms + routines guide“ von Robin Long, The balanced life). Dort werden Bereiche aufgezählt, die zur Lebensqualität beitragen und man wird angeleitet, zu reflektieren welche dieser Bereiche einem wichtig sind und warum. Außerdem kann man sich Gedanken darüber machen, was man täglich, wöchentlich, monatlich, im Quartal oder jährlich in diesem Bereich umsetzen möchte.  

Ich habe diese beiden „Methoden“ für meine persönliche Zielsetzung vereint und mir in vier Bereichen Teilziele gesetzt, die ich in den ersten drei Monaten erreichen möchte. Bei mir tragen diese Bereiche die Titel „Gesundheit“, „Beziehungen“, „Geistlich“ und „Aus-/ Freizeit“ – wobei ich beim letzten Bereich das Ausleben meiner Kreativität als Ausgleich meine.

Ich habe stark darauf geachtet, dass sie realistisch bleiben. Eigentlich möchte ich mehr erreichen, aber ich fange erstmal klein an. Und wenn ich diese Ziele in den ersten Wochen gut umgesetzt habe, kann ich die Messlatte in den nächsten drei Monaten immer noch anheben.

Es tat mir richtig gut Prioritäten zu setzen und mich mit dem zu beschäftigen, was mir wichtig ist.

Gedanken wurden sich also gemacht und Ziele gesteckt – und dann kommt das Leben mit seinem Alltag. Gleich in der ersten Arbeitswoche des Jahres wurde ich krank und konnte einige meiner vorgenommenen Aktivitäten nicht umsetzen. Das demotivierte mich ein wenig und ich war gleich zu Beginn – wieder mal enttäuscht. In solchen Situationen muss ich mir dann sagen, dass man neue Gewohnheiten nicht nur am Jahresanfang einführen kann und „Neuanfänge“ immer möglich sind.

ZUM WEITERDENKEN:

Bist du bei deinen Planungen realistisch? Kannst du das Vorgenommene in der angegebenen Zeit wirklich umsetzen? Plane lieber in kleinere Schritten, dabei muss man das große Ziel ja nicht aus den Augen verlieren, sondern kann sich ihm Stück für Stück nähern.

Hier kannst du noch mehr von Melissa lesen.


VORSÄTZE & DORINA

Mein Name ist Dorina,

meine Jahresvorsätze

müssen Spaß machen,

und ich schreibe aus der

Beziehungs-Perspektive.

Neujahrsvorsätze finde ich toll, weil ich am Ende des Jahres abhaken kann, was ich alles geschafft habe. 
Letztes Jahr war die Liste meiner Neujahrsvorsätze sehr kurz: Das machen, was mir Spaß macht – also beispielsweise reisen und surfen. Es ist sehr viel Schönes passiert im letzten Jahr und ich konnte Häkchen hinter meinen Jahresvorsätze setzen. Vor zwei Jahren hatte ich eine lange Liste mit Dingen, die ich umsetzen wollte. Dazu gehörte beispielsweise das Ausmisten nach der Konmari Methode. Am Ende des Jahres konnte ich viele Häkchen setzen. Ich hatte nicht alles geschafft, aber das was ich gemacht hatte, hat mir Spaß gemacht. 
Und da liegt für mich der Schlüssel für die Umsetzung der Neujahrsvorsätze!
Oft sehen Neujahrsvorsätze so oder so ähnlich aus: “Ich möchte abnehmen, weniger rauchen und mich gesünder ernähren.”
Jeder weiß, dass das voraussichtlich nicht klappt und das man im Januar des nächsten Jahres daran erinnert wird. Das ist auch logisch, weil diese Vorsätze langweilig und anstrengend sind. Der Trick, wie man die Neujahrsvorsätze  ganz einfach umsetzen kann, ist dieser: sie müssen einem gefallen. Neujahrsvorsätze  sollten positiv sein und motivieren. Ich nehme mir vor, das zu tun was mir gefällt und was ganz automatisch positive Effekte mit sich zieht. 
Mein Neujahrsvorsatz könnte lauten: Mehr Sport machen. Indirekt beinhaltet er das auch, aber für mich heißt es zu surfen (ja ich weiß, ähnlich wie im letzten Jahr). Aber der Clou ist, dass ich mich aufs Surfen freue. Ich habe Lust darauf, habe Vorfreude und es weckt ein positives Gefühl in mir. Der Weg dorthin ist nun auch ein Ziel, aber es ist versteckt und attraktiv verpackt. Um erfolgreich surfen zu können, muss ich sportlich und trainiert sein. Genau das motiviert mich, jede Woche Sport zu machen und mich auch gesund zu ernähren. Ich habe das Ziel “surfen” und der Rest läuft dann fast wie von alleine. 
Ein anderer Neujahrsvorsatz von mir ist, nochmal auszumisten. Dadurch möchte ich nur das haben, was ich brauche und oder was mich glücklich macht – mit anderen Worten: Minimalismus leben. Ich will aber nicht Minimalismus leben um des Minimalismus Willen, sondern wieder mit einem attraktiven Ziel. Schon als ich das erste Mal radikal ausgemistet habe, war mein Ziel nur so viel zu besitzen, dass es in ein Tiny House passt. Dieses Jahr komme ich der Sache tatsächlich näher und der Tiny-House-Bau steht an. Mein Ziel ist also das Wohnen im Tiny House und der Jahresvorsatz folgt automatisch, denn für das Wohnen im Tiny House muss ich tatsächlich das ein oder andere Teil ausmisten.

ZUM WEITERDENKEN:

Ist dein Jahresvorsatz attraktiv? Wenn ja – super. Wenn nein – dann verpacke ihn in ein Ziel, das positive Emotionen weckt.
Denke an Ende 2021 – Wie willst du dann leben, wie willst du dich fühlen, was willst du erreicht haben?

Hier kannst du noch mehr von Dorina lesen.


VORSÄTZE & LAURA

Mein Name ist Laura,

ich mache mir keine Jahresvorsätze

und ich schreibe aus der

Ehefrau-& Mutter -Perspektive.

Mehr Sport treiben. Weniger Süßes essen. Mehr Wasser trinken. Öfter Bibel lesen. Netter zu meinen Mitmenschen sein. Geduldiger werden. Meine Laune nicht an meiner Familie auslassen. Mehr im Haushalt schaffen. Dinge neu sortieren. Ausmisten.

Mit dem neuen Jahr, kommen oft auch neue Vorsätze. Ich muss aber ehrlich sagen, dass ich aufgehört habe, mir Vorsätze zu machen. Als Ehefrau, Mutter und Hausfrau habe ich sowieso eine endlos lange To- Do Liste, auf der sich immer mehr Aufgaben ansammeln. Ich habe nie das Gefühl diese Liste abgearbeitet zu haben. Kaum habe ich zwei Dinge gestrichen, kommen fünf neue Aufgaben hinzu. Ich hatte mir immer vorgestellt, dass ich irgendwann alle Punkte erledigt hätte und mich dann glücklich und zufrieden mit einem Drink in der Hand aufs Sofa plumpsen lassen könnte. Dem war leider nie so. Solange ich diese unerfüllten Aufgaben sah, konnte ich auch nicht so richtig entspannen. Zusätzlich treibe ich dann auch noch meinen Mann dazu an, sich daran zu beteiligen und mache ihn mit meinem hektischen hin- und herräumen ganz verrückt. 

Ich habe mich in der letzten Zeit von dieser Liste bestimmen lassen. Sie hat bestimmt, wie der Tag verläuft. Wenn ich nichts „geschafft“ habe, also nichts von dem, was man abhaken könnte, habe ich mich nutzlos gefühlt, unproduktiv und frustriert. Mein Mann musste mir immer wieder vor Augen führen, was ich eigentlich geschafft habe, weil ich es nicht sehen konnte. Ich hatte meine Augen vor den unsichtbaren Dingen verschlossen, die ich geschafft hatte. Ich hatte so vieles „geschafft“ ohne, dass es messbar war. Ich liebe meine To-Do Liste, weil das erledigen der einzelnen Punkte mir vor Augen führt, dass ich jemand bin, der etwas erreichen kann. Und ich nutze diese Liste immer noch gerne. Ich führe sie viel kleinschrittiger als früher. Wo früher „Wäsche“ stand, steht jetzt „Wäsche aufhängen“, „Wäsche abnehmen & Wäsche einsortieren“. Außerdem halte ich mir immer vor Augen, dass mich mit meinen drei kleinen Kindern zu beschäftigen, spielen, wickeln, stillen und Buch vorlesen auch was „schaffen“ bedeutet. Diese kleinen Selbstverständlichkeiten sind Dinge, die meine Kinder brauchen. Klar, sie brauchen auch saubere Kleidung, aber nein, jeden Tag Boden saugen brauchen sie nicht. Durch die Zwillinge sind wir da aber auch schon entspannter geworden. Wir dürfen wissen, dass das was wir schaffen, gut ist und das was wir nicht schaffen auch okay ist. Die Leute haben Verständnis dafür und mit einer fast Dreijährigen und 5 Monate alten Zwillingen dreht sich eben viel um die Kinder. Das soll auch so sein. Sie sind nur einmal so klein. Nur einmal so bedürftig. Ich möchte die Zeit mit meinen Kindern genießen, so herausfordernd es auch sein mag. Der Haushalt kann warten. Die Liste kann liegenbleiben. All die großen und kleinen Ziele wollen irgendwann erreicht werden, aber ich bestimme selbst wann und wie. Es muss nicht der 01.01.2021 sein, um sich etwas fest vorzunehmen oder neu anzufangen. Das kannst du jeden Tag, denn jeder Tag ist ein NEUER Tag.

ZUM WEITERDENKEN:

Machst du dich manchmal verrückt aufgrund einer Liste?
Bist du enttäuscht, wenn du deine Vorsätze nicht schaffst umzusetzen? 
Wie ist es im Laufe des Jahres, wenn du Mitte des Jahres merkst, dass du deine Vorsätze nicht umsetzt? Hast du dann noch Motivation trotzdem zu beginnen oder schiebst du es lieber wieder auf den nächsten 01.01?

Hier kannst du noch mehr von Laura lesen.


VORSÄTZE & ANNA

Mein Name ist Anna,

ich finde gute erreichbare Jahresvorsätze

super und ich schreibe aus der

Single-Perspektive.

Wer kennt es nicht, da fängt ein neues Jahr an und man setzt sich Neujahrsvorsätze oder Jahresziele. Ich habe vor einigen Jahren angefangen, mir zwischen den Jahren schon neue Ziele für das kommende Jahr aufzuschreiben und dann am Anfang des Jahres den Rest aufzuschreiben. Die gehen meist nicht nur einen Bereich, sondern das ganze Leben. Ich finde es wichtig, sich messbare Ziele zu setzen, denn ich verändere mich gerne und entwickle mich weiter! Ja, hier steht deutlich: “messbare Ziele”. Da hilft mir zum Beispiel die SMART Methode 

und auch die Tatsache, dass ich während meiner Ausbildung  für das „alte Pflegeplanungskonzept“ nach Fiechter und Maier Probleme und auch Ziele formulieren musste. (Anmerkung: Aktuell wird vor allem die SIS genutzt)

So kann ich schneller feststellen und ggf. evaluieren, ob und was ich zum Beispiel nach einem halben Jahr erreicht habe und ab und zu, entstehen aus dieser Reflektion neue Ziele.  Dieses Reflektieren fällt mir sehr leicht, weil ich durch die Arbeit regelmässig Übung darin habe und es hilft mir einfach persönlich bei der Umsetzung meiner Ziele. Nun möchte ich dich inspirieren mit den Zielen und Dingen, die mir aufgeschrieben habe.

Ein paar Punkte stehen seit Jahren auf der Liste:
-Geistliches Wachstum 
-persönliches Wachstum
-Beziehung zu Gott und anderen vertiefen
-in Gaben wachsen und vielleicht neue entdecken

Dazu gibt es jeweils  konkrete Ziele: Ein bestimmtes  Buch zu einem Bereich möchte ich lesen, eine Konferenz möchte ich besuchen und ich möchte ein neues Projekt und Veränderung starten. Tatsächlich gibt es für 2021 eine Sache, von der werde ich vielleicht später nochmal berichten.  Wichtig finde ich Ziele und Wünsche, in dem Fall für 2021, vor Gott zu legen und ihn um Segen zu bitten und Türen zu öffnen. Oft erzähle ich ein paar Personen von meinen Jahresvorsätzen damit sie mich ggf. daran erinnern und auch gerne nachfragen können: Hast du das Ziel erreicht? Soll ich dich neu motivieren am Ziel dran zu bleiben?  Jahresvorsätze, Ziele und Träume kannst und solltest du dir setzen, ganz unabhängig vom Beziehungsstatus, denn das spornt dich an etwas konkretes zu erreichen .  Auch wenn es letztes Jahr schwieriger war, habe ich zumindest in den letzten Jahren gemerkt, das ich meine gesetzten Ziele meistens umsetzen konnte. 

Mein Tipp: Mach nach 6 Monaten eine Bestandsaufnahme und schaue, was hast du erreicht hast und was kannst und willst du noch erreichen? Neue Ziele solltest du dir besonders nach 2020 setzen! 

ZUM WEITERDENKEN:

Was sind deine Jahresziele oder Jahresvorsätze? Wie setzt du sie ? Was möchtest du in 2021 auf jeden Fall erreichen?

Hier kannst du noch mehr von Anna lesen.


VORSÄTZE & LILLI

Mein Name ist Lilli,

ich mag Vorsätze, weil sie mir einen

hoffnungsvollen Ausblick aufs neue Jahr geben

und ich schreibe aus der

Single-Perspektive.

Das neue Jahr ist nun schon einen Monat alt. Die ersten Vorsätze sind vielleicht schon an die Seite geschoben. Ich setze mich am Anfang eines neuen Jahres gerne hin und denke über das Kommende nach. Was möchte ich erreichen? Was möchte ich erleben? Was möchte ich lernen? Ich muss dabei aber auch zugeben, dass ich gerne Sachen anfange, aber nicht immer so gut darin bin sie auch zu Ende zu bringen. Warum mache ich mir dann trotzdem jedes Jahr die Mühe und denke darüber nach? Ich mache das deshalb, weil ich weiter wachsen möchte. Ich möchte mich selbst herausfordern und neue Sachen lernen. Ich bin an vielen Dingen interessiert und probiere gerne Neues aus. Aber ein paar Dinge sind immer gleich. So gehört z.B. mehr Sport machen meistens dazu. Dieses Mal bin ich aber noch motivierter, das in mein Leben zu integrieren. Im Dezember hatte ich einen leichten Bandscheibenvorfall und war dadurch für einige Wochen außer Gefecht gesetzt. Selbst als es mir schon besser ging, habe ich gemerkt, dass Untätigkeit mir nicht gut tut. Ja und jetzt bin ich sozusagen “gezwungen” mehr Bewegung in meinen Alltag rein zu bringen, damit es meiner Gesundheit gut tut.

Ein weiterer Vorsatz, den ich mir für dieses Jahr gemacht habe, ist mehr zu schreiben. Hier mit dem Blog habe ich schon einen guten Anfang gemacht. 

Das sind nur ein paar Dinge, die ich mir vorgenommen habe. 

Ich möchte dieses Jahr die Art und Weise wie ich mir Vorsätze mache, mal anders umsetzen. In vergangenen Jahren habe ich immer im Januar alle meine Neujahrsvorsätze aufgeschrieben und war oft frustriert, weil ich sie nicht in den ersten Monaten umsetzen konnte. Oft habe ich sie auch im Laufe des Jahres vergessen. Dieses Mal möchte ich mir monatliche Ziele setzen. So habe ich z.B. für den Januar das Ziel: mehr Bewegung/ Sport/ mehr an die frische Luft. Da kann ich natürlich noch in kleineren Schritten meine Ziele auflisten, damit es besser messbar ist.

Davon verspreche ich mir, dass mein vielfältiges Interesse an Dingen/ Aktivitäten befriedigt wird und ich somit viele verschiedene Sachen ausprobieren kann. Wenn es mir gefällt, werde ich mich auch auch länger als einen Monat mit einer Tätigkeit beschäftigen. Aber wenn ich das Gefühl habe, dass es damit gut ist, kann ich mich neuen Dingen/ Erlebnissen/ Lernbereichen zuwenden. Ich bin gespannt, ob diese Methode mir hilft ohne zu viel Druck an meinen Zielen zu arbeiten.

ZUM WEITERDENKEN:

Was möchtest du dieses Jahr erleben? Wie schaffst du Gelegenheiten dazu? Was für eine Methode Ziele aufzuschreiben passt zu dir und hilft dir, statt dich unter Druck zu setzen?

Hier kannst du noch mehr von Lilli lesen.

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