COACHING, MENTORING & ICH

4 Frauen schreiben aus verschiedenen Perspektiven, wie sie über das Thema Coaching und Mentoring denken und was sie bisher in diesem Bereich erlebt haben.


COACHING, MENTORING

& MELISSA

Mein Name ist Melissa,

ich habe noch nicht viel Erfahrung

mit dem Thema Mentoring

und ich schreibe aus der

Ehefrau-Perspektive.

Ehrlicherweise habe ich selbst bisher nur beim Sola Bielefeld Erfahrungen mit Coaching sammeln können. Das Sola ist ein Zeltlager für Kinder und Teenager, bei dem ich einige Jahre als Mitarbeiterin und später auch im Leitungsteam tätig sein durfte. 

Um das Coaching-Konzept dort zu erklären (und ich weiß von einigen anderen Sola‘s, die es ganz ähnlich handhaben), muss ich etwas ausholen. Die Teilnehmer werden in Gruppen von je ca. 20-25 Kindern eingeteilt, die dann von 7-9 Mitarbeitern betreut werden. Jeder Mitarbeiter hat 2 bis 4 Kinder unter seiner Aufsicht. Er verbringt den gesamten Tag gemeinsam mit ihnen und sie teilen sich ein Zelt. 2 der Mitarbeiter, ein männlicher und ein weiblicher, sind die Gruppenleiter. Sie tragen die Verantwortung für die Kinder und die anderen Mitarbeiter ihrer Gruppe. Einige Mitarbeiter außerhalb der Gruppen, mit teilweise anderen Aufgabenbereichen (wie z.B.: Küche, Infrastruktur, Programm, Büro, Leitung des gesamten Lagers) bilden das Leitungsteam auf dem Platz und besprechen jeden Tag unter anderem die gesamte Stimmung auf dem Lager und das Wohlbefinden aller. Um hier einen guten Einblick zu bekommen, wie es innerhalb der Gruppen läuft, was sich geistig tut, wo es zwischenmenschliche oder andere Probleme gibt, haben wir für jede Gruppe einen Coach. Er ist morgens bei den internen Gruppenbesprechungen der Gruppen dabei, um zu sehen, wie es den einzelnen Mitarbeitern mit ihren Teilnehmern und untereinander geht. Außerdem hat er anschließend eine Besprechung mit den beiden Gruppenleitern, um sie bei ihrer verantwortungsvollen Aufgabe zu unterstützen, zu beraten und notfalls einzugreifen. Der Coach stellt das Bindeglied zwischen den Gruppen und dem Leitungsteam dar und ist bei Problemen die erste Anlaufstelle für seine Gruppenleiter. Er ist eine wichtige Verbindung, damit man so schnell wie möglich auf die unterschiedlichen Anforderungen und Herausforderungen reagieren kann, die ein intensives Zeltlager mit sich bringen kann. 

Als Gruppenleiterin habe ich meinen Coach stets sehr geschätzt und durfte auch selbst einige Male als solcher fungieren. 

Es ist ein wunderbares Konzept, dass sich seit Jahren bewährt hat und gar nicht mehr wegzudenken ist. Gerade auf einem Sommerlager muss in vielen Situationen einfach schnell reagiert werden. Man hat nur acht Tage mit den Kindern, da ist es reine Zeit- und Energieverschwendung, wenn man z.B. zwischenmenschliche Konflikte gären lässt, bis sie schließlich explodieren und einen Schatten auf alles Vorherige werfen. Unser Motto war und ist, solche Dinge so schnell wie möglich zu klären, damit wir unsere Kraftreserven für andere wichtigere Dinge verwenden können.

ZUM WEITERDENKEN:

Ich denke, dass man dieses Konzept, in leicht abgewandelter Form, auch anderweitig nutzen könnte. Zum Beispiel im gemeindlichen Kontext. Es ist einfach sehr praktisch einen direkten Ansprechpartner im Leitungskreis zu haben, der für einen zuständig ist. Vielleicht kann das eine Anregung für den ein oder anderen sein.

Hier kannst du noch mehr von Melissa lesen.


COACHING, MENTORING

& ANNA

Mein Name ist Anna,

ich erlebe durch she leads gerade Mentoring

und ich schreibe aus der

Single-Perspektive.

In diesem Monat geht es um das Thema Coaching und Mentoring. Ich habe nochmal nachgeschaut, was der eigentliche Unterschied zwischen Coaching und Mentoring ist: Coaching ist aufgabenorientiert, kurzfristig und leistungsorientiert. Mentoring ist dagegen beziehungsorientiert, langfristig und entwicklungsorientiert. Was mir gerade auffällt: Coaching und Mentoring haben immer etwas mit Wachstum und Veränderung zu tun.

Auch wenn ich es sicher schon vorher erlebt habe, denn zum Beispiel hat meine Praxisanleiterin in meiner Ausbildung zur Altenpflegerin ähnliche Aufgaben eines Mentors übernommen, ist mir das erst die letzten 2 Jahren nochmal so richtig wichtig geworden. Wie genial ist Gott, denn mit den Ideen für diesen Artikel sehe ich wieder seinen roten Faden für mein Leben. Vor ein paar Tagen bekam ich die Anfrage für eine Gruppe einen Artikel zum Thema Veränderungen zu schreiben. Darin habe ich unter anderem kurz von einem Coaching berichtet und meine Berührung mit dem Thema Mentoring. Ich möchte dich gerne in das Erlebte mit hineinnehmen. 2020 – irgendwann fiel vieles weg, so auch Fortbildungen auf der Arbeit. In der Zeit habe ich auch weniger in der Band im Gottesdienst mitgesungen, weil nicht mehr so viele Musiker auf die Bühne sollten. So habe ich zwangsläufig eine Gabe weniger einsetzen dürfen und hatte nochmal die Chance Neues zu entdecken. Außerdem habe ich mich nach einer Veränderung gesehnt, wenn zuerst auch nur innerlich. Vielleicht auch deshalb, weil ja bekannterweise letztes Jahr alles von äusserlichen Änderungen geprägt war. Da ich immer wieder gerne von eigenen Erfahrungen authentisch berichten möchte, habe ich es Gott gesagt. Unterschätze nie Gottes Wirken, denn genau das passierte ein paar Wochen später. Eine Bekannte hatte bei Instagram ein Coaching mit Helene verlost. Ich dachte, ich mache da einfach mal mit und hatte nie damit gerechnet, es zu gewinnen. So hab ich Ende Juni meinen Gewinn mit Helene eingelöst und ein Coaching gemacht. Es war ein so großes Geschenk meine Veränderungen zu betrachten. Ein weiterer Segen ist dabei, dass Gott uns beide so zusammen gestellt hat und wir auf einer Wellenlänge sind. Auch heute habe ich noch weiter Kontakt zu ihr, leider arbeitet Helene im Moment nicht als Coach.

Und was war jetzt deine Erfahrung mit Mentoring? Eigentlich müsste die Frage heißen, was ist deine Erfahrung mit Mentoring? Denn das erlebe ich im Moment. Was eine zufällige Begegnung auf dem Willow Kongress alles auslösen kann?! Da war Gott kreativ am Werk. Evi Rodemann habe ich eigentlich nur durch meine Cousine kennengelernt, die ich beide zufällig beim ‘Markt der Möglichkeiten’ traf. Zu dem Zeitpunkt wusste ich zwar schon, dass Evi eine sehr bekannte Rednerin und Leiterin ist, aber nach dem Kongress haben wir einige Male über Facebook geschrieben und irgendwann hat mir Evi von der Idee von ‘She leads’ erzählt. ‘She leads’ ist ein 10 monatiges Leiterschaftstraining für Frauen von 20 bis 35 Jahre und ist im März 21 gestartet. Ich dachte, ich probiere mal wieder etwas Neues und hab mich angemeldet. Ehrlich gesagt hatte ich eher damit gerechnet, dass mir der Schichtdienst Steine in den Weg legt und ich nicht dabei sein kann, aber Gott hat es gesegnet. Ich bin so unendlich dankbar für diese Möglichkeit! Dankbar für das Team um ‘She leads’ und meine Kleingruppe. Es ist toll, dass wir uns auch stärken und ermutigen dürfen, aber die Möglichkeit um gemeinsam zu wachsen. Besonders dankbar bin ich aber für meine Mentorin, für ihre Art, die Zeit mit ihr und dass ich mit ihr zusammen wachsen kann. Das Leiterschaftstraining wird Ende Januar enden und ich bin gespannt, was ich noch lernen darf und welche Möglichkeiten mir Gott noch schenkt.

ZUM WEITERDENKEN:
Wo hast du Coaching und Mentoring erlebt? Was sind deine Erfahrungen? Was konntest du mitnehmen? Würdest du Coaching oder Mentoring wieder nutzen wollen?

Hier kannst du noch mehr von Anna lesen.


COACHING, MENTORING

& DORINA

Mein Name ist Dorina,

ich bin ein Fan von Coachings

und ich schreibe aus der

Beziehungs-Perspektive.

Ich finde Mentoring und Coaching toll. Und das gibt es ja in den unterschiedlichsten Formen und Varianten, mal inoffiziell und mal abgesprochen. 

Als ich für ein Jahr in Südamerika gewohnt habe, lernte ich eine junge Frau kennen, die von einer etwas älteren Frau in Form von Mentoring begleitet wurde. In ihrer Gemeinde waren solche Beziehungen relativ normal. Das wollte ich auch. Zurück in Deutschland habe ich mich dann nach einiger Zeit getraut, eine Frau zu fragen, ob sie meine Mentorin sein würde, ob wir uns ab uns zu treffen und reden könnten. Sie hatte das gleiche auf dem Herzen und so kam es, dass wir uns alle paar Wochen getroffen haben. Die Gespräche gingen meistens bis in die Nacht hinein. Durch meine Mentorin hatte ich eine Person, die von außen auf meine Leben gucken konnte und mir geholfen hat, Dinge und Situationen in meinem Leben einzuordnen und passende Entscheidungen zu treffen. 

Als ich mit meinem Freund zusammen kam, haben meine Mentorin und ihr Mann uns angeboten uns gemeinsam zu begleiten. Diese Treffen sind eine große Bereicherung für unsere Beziehung. Die beiden erzählen aus ihrer Erfahrung, können sich mit uns über unseren gemeinsamen Weg freuen, Probleme mit uns gemeinsam einordnen und auch mal Vermittler sein.

ZUM WEITERDENKEN:

Wünscht du dir ein Mentoring oder Coaching? Dann mach dich auf dem Weg, sprich deinen Wunsch aus und trau dich, jemanden zu fragen. Meistens hilft es, sich einmal zu treffen und dann können beide prüfen, ob sie sich so eine Beziehung vorstellen können. Und es kann auch helfen, eine Mentoring- oder Coaching- Beziehung zeitlich zu begrenzen, auf zum Beispiel ein Jahr und nach der Zeit können beide wieder prüfen, ob es weiter gehen soll oder nicht.

Hier kannst du noch mehr von Dorina lesen.


COACHING, MENTORING

& LAURA

Mein Name ist Laura,

ich berichte über die Erfahrung

mit Mentoring im beruflichen Kontext

und ich schreibe aus der

Ehefrau-& Mutter -Perspektive.

Zum Thema Mentoring / Coaching kann ich aus persönlicher Erfahrung nicht all zu viel schreiben.

Ich habe Mentoring nur im Rahmen meines Studiums kennengelernt. So wie es dort abgelaufen ist, fand ich es sehr gut. Alle Studierenden wurden durch Mentorengruppen begleitet und später gecoacht. Ich habe dadurch viel über meine Ziele nachgedacht und darüber wie ich mich am besten unter Zeitdruck organisiere. Hauptsächlich war das natürlich alles auf die berufliche Laufbahn gerichtet. Es hat mir geholfen mich neu zu orientieren, mir meiner Ziele und Wünsche, Erwartungen und Ängste bewusst zu werden und mich auf das auszurichten, was ich später mal machen möchte. Mentoring ist immer ein Prozess. Ein Prozess, in dem man sich selbst lernt besser einzuschätzen. Ein Prozess, in dem Dinge, die man glaubte über den Haufen geworfen werden und neue Dinge kreiert werden. Ein Prozess, in dem man lernt altes loszulassen und neues zu wagen. Ich finde Mentoring ist etwas, was Menschen jeder Altersgruppe angeht. Man lernt ja nie aus, und man hat so die Möglichkeit sich immer wieder mit anderen auszutauschen und zu reflektieren. Gutes Mentoring oder Coaching bedarf natürlich auch eines guten Mentors oder Coachs. Da sollte man sich immer die Frage stellen, wer reifer ist als man selbst, von wem man lernen und Kritik annehmen kann.

Wer vielleicht die gleichen Lebensumstände hat und mir dabei helfen kann, mich darin selbst zu finden.

ZUM WEITERDENKEN:
Hast du eine/n Mentor/in? Wie erlebst du Mentoring? Hast du den Wunsch dich begleiten und formen zu lassen? Bei wem könntest du es dir vorstellen?

Hier kannst du noch mehr von Laura lesen.


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